Erlöser Kirchengemeinde Kuhstedt

Die Kuhstedter Furtwängler & Hammer Orgel vor der Renovierung

Die Bildergalerie zeigt die Kuhstedter Furtwängler & Hammer Orgel aus dem Jahr des Kirchenneubaus vor der Renovierung. Die Bilder aus dem jähr 2006 dokumentieren Staub und Abnutzung der vergangenen dreißig Jahre . Besonders die Pneumatik der Orgel sowie der Balg zur Windversorgung zeigen Risse und Undichtigkeiten. Erwähnenswert: Die Orgel arbeitet nicht mit einem ausreichenden Winddruck, so dass der Klang schwächer und dumpfer ist, als vom Orgelbauer vorgesehen. Zu sehen sind Teile des Windbalges, des Gebläses, der Stiefel der Posaune, des Spieltisches und der Traktur.




Renovierung der Orgel im Jahr 2008

Die Kuhstedter Orgel wurde im jähr 2008 vollkommen auseinandergebaut. Nur der Prospekt blieb über Monate in der Kirche übrig. In einer aufwendigen Aktion wurde der große Magazinbalg ausgebaut und mit einer Seilwinde und einem Gabelstapler durch die Öffnung der Decke im Glockenturm herabgelassen um in der Orgelwerkstatt restauriert zu werden. Orgelpfeifen in allen Größen, aus Holz und aus Zinn, wurden ausgebaut und sorgfältig nach Registern auf der Empore und der Nebenempore eingelagert. Im Orgelgehäuse verblieben nur noch die Windladen auf denen die Pfeifen stehen und mit Luft versorgt werden und die Abstrakte, die eine Verbindung von der Tastatur zum Ventil an der Pfeife herstellen. Orgelbauer Harm Kirschner aus Weener im Emsland hat mächtig viel Arbeit vor Ort in der Erlöserkirche und dann auch in seiner Werkstatt, um der 1893 von der Hannoveraner Orgelbaufirma Furtwängler & Hammer gebauten Orgel wieder den richtigen Klang zu geben. Außerdem wurde von ihm zusammen mit seinem Auszubildenden das vom damaligen Architekten Wendebourg, ebenfalls aus Hannover, geplante neogotische Orgelgehäuse restauriert.

Dass die Orgel in den letzten Jahren immer häufiger „Misstöne“ erzeugte lag nicht an den Organisten, sondern wie sich jetzt endgültig herausstellte – und durch den Orgelbauer auch schon vorher erkannt – an dem Innenleben dieses alten Musikinstrumentes: Einige Orgelpfeifen sind verstopft (mit Resten von Mäusen und Fledermäusen oder deren Hinterlassenschaften), der gesamte Innenraum der Orgel war verdreckt, die Kanäle, durch die die Luft vom Magazinbalg zu den Pfeifen gelangt haben sich teilweise zugesetzt und sind zum Teil so defekt, daß sie neu gebaut werden mussten.


Die Orgel nach der Renovierung